Empfängnisverhütung

Seit Jahrtausenden versuchen Frauen bereits ungewollte Schwangerschaften durch Arzneien und Hausmittel zu verhindern, denn schon damals konnte ein außerplanmäßiger Familienzuwachs mehr Probleme bedeuten, als Freude bringen. Heutzutage braucht es allerdings nicht mehr Akazienhonig oder einen Schwamm in der Vagina. Die Frauenarztpraxis Gürel nutzt eine Vielzahl an modernen Methoden für eine praktikable Empfängnisverhütung und berät Sie umfassend in allen wichtigen Fragen rund um das Thema Verhütung.

Wir sind für Sie da, wenn es um die optimale Vorsorge für Ihren Körper und Ihre Gesundheit geht, und verraten Ihnen, welche Verhütungsmethode am besten zu Ihnen passt.

Mechanische Methoden

Bevor man seinen Körper mit zusätzlichen Wirkstoffen oder größeren Eingriffen belastet, dürfte der erste Schritt eine mechanische Verhütung sein. Der Klassiker ist hierbei sicherlich das Kondom, welches die Empfängnisverhütung von Seiten des männlichen Sexualpartners angeht. Alternativen dazu sind das Diaphragma, auch Scheidenpessar genannt, welches ebenfalls aus Latex besteht und gegebenenfalls bei sorgfältiger Handhabung mehrmals anwendbar ist. Ebenso wird auch die Portiokappe durch Fixierung am Gebärmutterhals als Empfängnisverhütung eingesetzt. Für längere Wirkdauer bietet sich eventuell die Lea Contrazeptivum an, die bis zu 48 stündigen Schutz vor ungewollter Schwangerschaft bietet.

Natürliche Empfängnisregelung

Die Natürliche Empfängnisregelung, kurz NER, ist eine Methode, mit der sich die Frau den Zyklus ihres Körpers für eine umfassende Empfängnisverhütung (oder das Gegenteil) zu Eigen macht. So werden unfruchtbare und fruchtbare Tage voneinander unterschieden und je nach Stand der Familienplanung genutzt. Die NER beruht auf wissenschaftlichen Tatsachen und gibt die Verhütung in die Hände der Frau zurück, die sich das Recht auf die eigene Unversehrtheit des Körpers wahren möchte. Sie lernen die Sprache Ihres Körpers zu verstehen und ein höheres Bewusstsein für ihn zu entwickeln.

Hormonelle Methoden

Hormonelle Methoden nutzen künstlich hergestellte Hormone, die den weiblichen Hormonen Östrogen und Gestagen in ihrer Wirkungsweise ähneln. Die bekannteste Empfängnisverhütung aus Basis künstlicher Hormone stellt die Pille dar, die dem Patienten nur von einem Frauenarzt verschrieben werden kann. Durch regelmäßige, orale Einnahme wird so in den monatlichen Zyklus des Körpers eingewirkt. Sollte eine solche Regelmäßigkeit nicht gewährleistet sein, eignet sich auch ein sogenannter Vaginalring, der mit denselben künstlichen Östrogenen und Gestagenen für eine gesicherte Empfängnisverhütung sorgt. Dieser wird in die Vagina der Frau geschoben und am Muttermund angebracht. Ein weniger invasives Mittel ist ein Verhütungspflaster, welches direkt auf der Haut angebracht wird. Die wirken ähnlich wie die Pille, müssen allerdings nur jede Woche erneuert werden.

Langfristige Verhütungsmethoden

Langfristige Verhütungsmethoden gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Anwendungsgebieten. Eine mechanische Empfängnisverhütung bietet die Spirale, die direkt vom Frauenarzt in die Gebärmutterhöhle eingelegt wird. Da mit ihr sowohl das Einnisten befruchteter Eizellen verhindert wird sowie je nach Kupfergehalt Spermazellen abgetötet werden, ist die Spirale eine zuverlässige Methode um zwischen zwei und fünf Jahren in der Gebärmutter zu wirken. Sie kann zudem auch mehrere Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr angewendet werden, um für eine ausreichende Empfängnisverhütung zu sorgen. Einen ebenso hohen Schutz bietet auch die Hormonspirale, die direkt in die Gebärmutterhöhle eingeführt wird und regelmäßig geringe Mengen künstlicher Hormone an den weiblichen Körper abgeben. Mit dieser Methode kann eine Empfängnisverhütung bis zu fünf Jahre gewährleistet sein. Eine Alternative dazu ist das Verhütungsstäbchen, das ebenfalls mit Hormonen wirkt. Diese Verhütung wird allerdings am Oberarm unter die Haut implantiert und sorgt dort bis zu drei Jahre für eine sichere Verhütung.

Wer sich keine Gedanken mehr um eine ungewollte Schwangerschaft machen will, sei es aufgrund bereits vorhandener Kinder oder eines nicht vorhandenen Kinderwunsches, für den steht auch die Möglichkeit einer Sterilisation zur Verfügung. Mit einer Sterilisation wird die natürliche Fähigkeit zur Fortpflanzung bei Mann und Frau verhindert oder zeitweise ausgesetzt. Da einige Sterilisationsverfahren nicht reversibel sind, ist hier eine umfassende Beratung beim Frauenarzt notwendig.